Hintergrund
 

Forschung und Entwicklung

Innovationspotenziale für die Zukunft des Standorts Chemnitz


Sächsischer Erfindergeist begnügte sich nie damit, die Errungenschaften einer großen Vergangenheit nur zu verbessern und den aktuellen Anforderungen anzupassen, sondern produzierte schon immer Innovationen und Erzeugnisse für die Zukunft. Dafür sorgen neben erfolgreich operierenden ansässigen Unternehmen, 50 Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, eine leistungsfähige Hochschullandschaft und eines der erfolgreichsten Gründerzentren Ostdeutschlands, das Technologie Centrum Chemnitz.

TU Chemnitz

Die Technische Universität Chemnitz (TU Chemnitz) bildet neben dem Technologie Centrum Chemnitz und über 50  Forschungseinrichtungen und Instituten die Grundlage der F&E Kompetenz in Chemnitz.

Insbesondere die Abteilung für Micro Devices Integration des Fraunhofer-Instituts für Elektronische Nanosysteme und die Abteilung für Systemtechnik des Fraunhofer Institutes für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik stellen wichtige außeruniversitäre Forschungspartner dar.

Derzeit betreuen 160 Professoren mehr als 10.000 Studenten. Die Zahl der Hochschüler hat sich seit 1995 fast verdoppelt.

Die Fakultät für Maschinenbau ist eine international nachgefragte, identitätstragende Lehr- und Forschungseinrichtung der TU Chemnitz mit innovativen, marktrelevanten Forschungsleistungen. Kernkompetenzen bilden die Produktentwicklung, die Konzeption der Produktion, sowie die Informations- und Kommunikationstechnologie.

Außerordentlich zukunftsträchtig ist auch die Hochschulforschung im Bereich Mikrotechnologien an den Professuren für Mess- und Sensortechnik, Mikrosystem- und Gerätetechnik, Mikrotechnologie und Mikrofertigungstechnik und im Zentrum für Mikrotechnologien.

Neben dem Studienfach Maschinenbau bildet die TU Chemnitz Studenten in den Richtungen Elektrotechnik und Informationstechnik, Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Naturwissenschaften, Mathematik und an der Philosophischen Fakultät aus. Letztere umfasst ein breites Spektrum an sprach-, literatur-, kultur- und sozial- sowie psychologisch-erziehungswissenschaftlicher Fachgebiete.

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Partner für Forschung und Entwicklung

Bildungs- und Forschungseinrichtungen wie die Technische Universität Chemnitz, das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU sowie das Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme (ENAS), das Sächsische Textil- und Forschungsinstitut und das Zentrum für Mikrotechnologien garantieren einen dynamischen Innovationsprozess für Unternehmen und sichern langfristig den Fach- und Führungskräftebedarf in der Region.

 

Bereiche Maschinen-/ Anlagenbau und Automotive

Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr GmbH

 

        Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr GmbH, Betrieb Chemnitz

 

      Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik

 

 

Bereich Mikrosystemtechnik

 

                                        Zentrum für Mikrotechnologien

 

          Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme (ENAS)

 

                       Gesellschaft für Mikroelektronikanwendung Chemnitz mbH

 

 

Bereich Textilforschung

 

                                        Sächsisches Textil Forschungsinstitut e.V.

 

                                        Chemnitzer Textilmaschinenentwicklung GmbH

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Wachstumskerne

Thermo-Pre

Die Leichtbaumaterialien von Morgen entstehen in Chemnitz. Erfolgreich bewarb sich ein Bündnis aus 19 Unternehmen und drei Forschungseinrichtungen fast alle aus Chemnitz und der Region, als Wachstumskern beim Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Visionen des Antrages mit dem Titel „Thermo-Pre – Faserverbunde für die Großserie“ wussten zu überzeugen. Bis zum Jahr 2015 fließen nun 13 Millionen Euro Fördergelder in die Verwirklichung von Projekten rund um neuartige faserverstärkte Kunststoffe. 

Die beteiligten Unternehmen und Einrichtungen vereinen mit Maschinenbau, Textil- und Werkstofftechnik sowie Formen- und Werkzeugbau langjährige Erfahrungen und Stärken des Standortes Chemnitz zu innovativen Technologien und attraktiven Produkten.

Partner sind etwa die Karl Mayer Textilmaschinenfabrik Chemnitz, das CetexInstitut für Textil- und Verarbeitungsmaschinen, die Professur Strukturleichtbau der Chemnitzer TU und die Ermafa  Sondermaschinenund Anlagenbau-Gesellschaft.

Der Stoff, um den sich alles dreht, sind Thermoplaste und Fasern: faserverstärkte Kunststoffe, die sich unter Hitzeeinwirkung mehrfach verformen und in der Großserie verarbeiten lassen. Diese vorimprägnierten Flächenverbunde werden flexibler, preiswerter und ökologisch sinnvoller als bisher im Leichtbau verwendete Duroplaste sein.

Entscheidend sind die wesentlich höheren erreichbaren Taktzeiten bei der Bauteilherstellung und ihre höhere  Wirtschaftlichkeit. Neben enormem Einsparpotential in der Produktion – 60 Prozent geringere Energie- und 50 Prozent niedrigere Investitionskosten sollen möglich sein – überzeugen die Thermoplaste vor allem durch ihre Recyclingfähigkeit und mehrfache Wiederverwendbarkeit.

In vier geförderten Anwendungsprojekten werden in den  nächsten Jahren verschiedene Anwendungsmöglichkeiten des Werkstoffes verwirklicht, darunter Windflügel für Windkraftanlagen und Druckbehälter für Fahrzeuge.

Zudem gibt es zwei Technologieprojekte, die sich vor allem mit der Konstruktion von Produktionsanlagen befassen.

Im Ergebnis werden für den Standort rund 180 neue Arbeitsplätze und ein Umsatzplus im zweistelligen Millionenbereich erwartet. Chemnitz wird damit zum dritten Strukturleichtbauzentrum Deutschlands, jedoch dem einzigen, das sich nicht mit Duroplasten beschäftigt.

Weitere Informationen finden Sie unter:                                                                                                                               www.thermopre.de


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