20.000 Quadratmeter mehr Einzelhandelsfläche

vom 01.11.2011

Am Freitag, 28. Oktober, stellte Baubürgermeisterin Petra Wesseler die Vorlage für das neue Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Chemnitz vor. Ehrgeiziges Ziel: Die Verkaufsfläche in der Innenstadt soll bis 2020 von 60.000 auf 80.000 Quadratmeter wachsen.

Die Beschlussvorlage des Konzepts schreibt das bisherige Zentrenkonzept der Stadt fort, das im Jahr 2006 verabschiedet wurde. Darin ist geregelt, welche Handelssegmente an welchen Standorten aus städteplanerischer Sicht sinnvoll und wünschenswert sind. Es soll Leitlinie für die Ansiedlung von Einzelhändlern sein und zugleich potentiellen Investoren und Grundstückseigentümern Planungssicherheit und Verlässlichkeit bieten.

Einziges A-Zentrum im Sinne des Konzepts bleibt die Chemnitzer Innenstadt. Seit dem Jahr 2005 ist die Einzelhandelsfläche in der Stadt insgesamt um etwa 3.500 Quadratmeter zurückgegangen, die der  Innenstadt habe im Gegenzug um 21 Prozent zugenommen. „Wir haben hier dennoch weiterhin großen Nachholbedarf“, so Petra Wesseler.  Momentan liegen nur elf Prozent der gegenwärtig 562.120 Quadratmeter städtischen Einzelhandelsfläche innerhalb der Innenstadt, in anderen Oberzentren wie Erfurt, Dresden, Zwickau oder Leipzig ist dies deutlich mehr. Deshalb sei es Ziel der Stadtverwaltung, die Einzelhandelsfläche in der Innenstadt bis zum Jahr 2020 um 20.000 auf etwa 80.000 Quadratmeter zu erhöhen: „10.000 Quadratmeter alle fünf Jahre ist die Zahl, die wir auch in den vergangenen Jahren erreicht haben“, so Wesseler.

Wichtigstes Baufeld dafür sei die Freifläche zwischen Johannisplatz und Kaufhaus Schocken. Ob hier ein Behördenzentrum wie das Technische Rathaus mit Ladenflächen im Erdgeschoss oder ein reines Einkaufszentrum wie die Galerie „Roter Turm“ erstrebenswerter sei, müsse in der Stadt diskutiert werden. Ziel sei es, eine „Innenstadt für Jedermann“ zu schaffen, die mit Waren von niedrigen bis zu höheren Preisklassen alle Kundensegmente anspricht. Momentan sei die Innenstadt insbesondere bei gehobenen Modemarken noch nicht ausreichend gut aufgestellt.

Eine Übersicht zur Präsenz großer Handelsmarken in Chemnitz war auf Initiative der CWE in die Fortschreibung des Zentrenkonzeptes aufgenommen worden.

Das Konzept soll in der Stadtratssitzung am 9. November diskutiert und verabschiedet werden.


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