Renoir in Chemnitz
vom 29.09.2011
Den Kunstsammlungen Chemnitz ist wieder einmal ein Coup gelungen: Erstmals in den Neuen Bundesländern wird eine Einzelausstellung mit Bildern von Pierre-Auguste Renoir präsentiert.
Die Ausstellung „In Seide gemalt“ vereint 32 Ölgemälde sowie zahlreiche Grafiken des französischen Impressionisten Renoir (1841 – 1919) aus allen Phasen seines Schaffens. Die Bilder entstammen renommierten Museen in Europa sowie Privatsammlungen, die nun bis zum 8. Januar 2012 in den Kunstsammlungen Chemnitz am Theaterplatz zu sehen sind. Leitbild der Ausstellung ist, Renoir in Beziehung zur Mode zu setzen: Mit der Industrialisierung in Frankreich wurde modische Bekleidung für breite Bevölkerungsschichten zugänglich: Mit saisonalen Schnitten, Farben und Mustern belebten vor allem die Pariserinnen das Stadtbild der französischen Hauptstadt, eine Tendenz, die Renoir als Liebhaber des Schönen aufgegriffen hat: In zahlreichen Portraits stellte er die Schönheit dar – Kleider, Hüte, Stoffe sind wesentlicher Bestandteil seiner Werke, mal an, mal neben den dargestellten Damen (und in geringerer Zahl: Herren) drapiert. Nicht zuletzt aus diesem Grund präsentieren die Kunstsammlungen Chemnitz parallel zur Renoir-Ausstellung eine Sammlung französischer Luxus-Stoffe aus eigenen Beständen: Chemnitzer Unternehmer hatten sie um 1900 als Vorbildersammlung für hiesige Designer und Weber zusammengestellt – nun sind sie in der Sonderausstellung „Samt und Seide“ aufwendig restauriert in Chemnitz zu sehen. Zu beiden Sonderausstellungen wurden durch die Kunstsammlungen Chemnitz instruktive Kataloge erstellt.

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Pierre-Auguste Renoir |
Pierre-Auguste Renoir |
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