Gelungenes Experiment
vom 29.09.2011
Erstmals wurde der Industriestammtisch im Oktober vor die Tore von Chemnitz verlegt – das „Experiment“ bei Continental verlief sehr erfolgreich.
Es war ein Experiment, und es verlief erfolgreich. Erstmals fand der Industriestammtisch der CWE nicht in Chemnitz statt – knapp 100 Teilnehmer aus Industrie und Wirtschaft folgten dem Lockruf ins Werk der Continental Automotive GmbH nach Limbach-Oberfrohna. Etwa zehn Millionen Einspritzinjektoren für Dieselmotoren von VW, Ford, Renault und Volvo werden dort pro Jahr produziert und ein Umsatz von 650 Millionen Euro generiert: „Alle zweieinhalb Sekunden fällt ein Injektor vom Band“, berichtete Werkleiter Dr. Joachim Zirbs den Besuchern. Dass die Geschwindigkeit mit äußerster Präzision einhergeht, davon konnten sich die Stammtisch-Teilnehmer bei der Werkbesichtigung überzeugen, auch wenn so manche Erklärung mit Zahlen im Mikrometer-Bereich gelegentlich eher fragende Gesichter hinterließ: „Bei zehn Millionen Düsen darf die Abweichung insgesamt also im Jahr nicht mehr als zehn Meter betragen?“ – das hatte auch der Produktionsleiter so noch nicht ausgerechnet.
Momentan sind in Limbach-Oberfrohna 1.600 Mitarbeiter beschäftigt. Nach einem Beginn mit 500 Mitarbeitern noch unter Siemens-Ägide sei das Werk stetig gewachsen: „Wir unterstützen deshalb Aktivitäten wie ‚Chemnitz zieht an‘, die Fachkräfte zurück in die Region holen.“ 80 Auszubildende beschäftigt Continental: „Wir sind bemüht, unseren eigenen Nachwuchs heranzuzüchten“, so Zirbs.
Ausbildungs- und Beschäftigtenzahlen spielten auch zuvor eine Rolle, als CWE-Geschäftsführer Ulrich Geissler die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Halbjahr 2011 vorstellte: Die Chemnitzer Wirtschaft hat zwischen Januar und Juni kräftig zugelegt und auch die Mitarbeiterzahlen gesteigert.

Foto: Ulf Dahl


