Kongresszentrum für die Stadthalle

vom 29.09.2011

Der Siegerentwurf für die Erweiterung der Stadthalle um ein Tagungs- und Kongresszentrum steht fest. Die Jury einigte sich einstimmig auf den Entwurf der studioinges Architektur und Städtebau GbR aus Berlin.

Chemnitz hat Chancen, sich künftig als Tagungs- und Kongressstandort für Veranstaltungen mit bis zu 1.500 Gästen zu etablieren. Während für größere Kongresse im Freistaat ausreichend Tagungsstätten existieren, gibt es insbesondere für Kongresse für bis zu 1.500 Teilnehmer – das größte Marktsegment überhaupt – in einem größeren Umkreis nur wenige Angebote. Durch einen Erweiterungsbau der Stadthalle könnte in Chemnitz ein passgenaues  Tagungs- und Kongresszentrum entstehen.  

Von dieser Basis ausgehend, die auf einer Studie der CWE in Abstimmung mit IHK, Stadthalle und Stadtplanungsamt aus dem Jahr 2010 beruht, wurde ein Architektenwettbewerb  für einen solchen Erweiterungsbau ausgeschrieben. Den besten Entwurf dazu erstellte nach einstimmiger Meinung der 13-köpfigen Jury die Berliner studioinges Architektur und Städtebau GbR. Ihr Entwurf sieht einen Bau über dem bisherigen Betriebshof vor: „Die Stadthalle wird dabei aus ihrer eigenen Logik heraus erweitert“, heißt es in der Erläuterung zum Entwurf. Dabei würde das bestehende Raster des Stadthallenensembles weitergedacht, die Stadthalle öffnete sich mit einem eigenen Eingang Richtung Wall. Der Betriebshof bliebe in seiner bisherigen Struktur und Funktion erhalten – wesentlich für den Veranstaltungsbetrieb der Stadthalle. Im Inneren würde durch das Foyer des Erweiterungsbaus eine Verbindung zwischen den Foyers von Kleinem und Großem Saal entstehen. Die Säle im Kongressanbau würden so orientiert, „dass über das durchlaufende Fensterband von jedem Saal aus ganz unterschiedliche Ausblicke möglich sind. So bieten sich Blicke in die Altstadt, zum ‚Roten Turm‘ oder in Richtung Theaterstraße, aber auch der Ausblick zur Wabenfassade des großen Saales macht dieses imposante Architekturdetail zu einem gestaltbildenden Element des neuen Innenraumes.“

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