Neue Großprojekte für die CAC

vom 30.06.2008

Die Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH (CAC) projektiert zwei große Auf-träge in Österreich und eine Anlage in Russland. Durch die erfolgreiche Kooperation mit der österreichischen Rohöl-Aufsuchungs-AG (RAG) konnte sich die Chemnitzer CAC die Aufträge für die zweite Ausbausstufe der zweitgrößten Erdgasuntergrundspeicheranlage Mitteleuropas in Haidach sowie für die erste Phase des Baus zweier weiterer Speicher in Österreich sichern. Weiterhin plant und errichtet die CAC eine Membranelektrolyseanlage für das russische Großunternehmen OOO „Soda Chlorat“ Beresniki/Permer Gebiet. Im Jahr 2004 mit Unterstützung der CWE als Management-Buyout gegründet, ist das Unternehmen  inzwischen eine international tätige Gesellschaft für Anlagenbau und Verfahrenstechnik.  Die CAC erreichte im Jahr 2007 mit 230 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 67,3 Millionen Euro. Wir sprachen mit CAC-Geschäftsführer Joachim Engelmann.

Worauf führen Sie die erfolgreiche Entwicklung der CAC seit ihrer Gründung 2004 zurück?

Auf den Ausbau bestehender Kundenkontakte, erfahrene Mitarbeiter und unsere hohe Qualität bei der Ausführung von Ingenieurdienstleistungen. Für die CAC bestehen Wettbewerbsvorteile in erster Linie im Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir bieten die Qualität eines Großunternehmens zum Preis eines Mittelständlers. Unsere Lösungen sind verlässlich, sicher und erprobt. Zudem vollbringen unsere Ingenieure und Angestellten eine sehr gute Leistung. Wir haben seit 2004 über 80 Mitarbeiter eingestellt.

Ihre Firmentätigkeit ist stark international ausgerichtet – wie beurteilen Sie den Standort Chemnitz aus dieser Perspektive heraus?

Der Anlagenbau in Chemnitz hat eine langjährige Tradition. Wir haben uns auf dem Weltmarkt einen Namen gemacht. Egal ob wir als Chemieanlagenbau Leipzig/Grimma in DDR-Zeiten auftraten oder ob wir unter Lurgi firmierten. Die augenblickliche gute Auftragslage weltweit ist für unser Geschäft sehr unterstützend. Zurzeit arbeitet die CAC in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Russland, Kasachstan, Syrien, Weißrussland und Polen, um nur einige Länder zu nennen. In Süd- und Mittelamerika sind Kontakte aufgebaut, genauso wie in Rumänien und Usbekistan.

Welche besonderen Fähigkeiten müssen Ihre Mitarbeiter für das internationale Tätigkeitsfeld mitbringen?

Das Beherrschen mindestens einer Fremdsprache (vorzugsweise Englisch oder Russisch) ist mittlerweile Bedingung für den Einstieg als Jungingenieur in unser erfolgreich am internationalen Markt agierendes Unternehmen. Bei erfahrenen Ingenieuren legen wir in erster Linie Wert auf deren beruflichen Lebenslauf sowie auf spezielle Erfahrungen und Kenntnisse im Anlagenbau. Teamfähigkeit, gute Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität und Belastbarkeit sind unabdingbare Voraussetzungen.  
Nach intensiver Einarbeitung übernehmen unsere Mitarbeiter schnell Verantwortung für ihren Aufgabebereich. Sie finden ein Arbeitsumfeld, in dem ihre Initiative und Kommunikationsfähigkeit gefragt sind. Ingenieure, die stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind und Dynamik lieben, sind bei uns an der richtigen Stelle.   

Welche Strategien verfolgen Sie, um auch in Zukunft ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu beschäftigen?

Beginnend im nächsten Wintersemester, unterstützen wir zielstrebige Studenten, welche sich an einer Hochschule oder Fachhochschule immatrikulieren. Unser Unternehmensbafög ermöglicht ihnen ein zügiges Studium, betreute Praktika und Projektarbeiten sowie eine garantierte Diplomarbeit in einem unserer Unternehmensbereiche. Die CAC stellt sich mit ihrem Studienförderprogramm einer gesellschaftspolitischen Verpflichtung, um die hohen Anforderungen und Erwartungen, die die Industrie an Jungakademiker stellt, zu erfüllen. Das Studienförderprogramm ist dabei der wichtigste Bestandteil der Nachwuchsförderung der CAC. Der Schwerpunkt dieser Nachwuchsförderung junger Akademiker ist es, schon mit Beginn des Studiums eine langfristige Zusammenarbeit mit den jeweiligen Teams in den Fachbereichen in Chemnitz und auf den internationalen Baustellen der CAC aufzubauen. Die im Studienförderprogramm befindlichen Studierenden werden über das gesamte Studi-um hinweg fachlich gefördert und über persönlich zugeordnete Mentoren betreut. Mit dem Ziel, möglichst jedem Studenten nach seinem Studium einen interessanten Arbeitsplatz in unserem Unternehmen anbieten zu können, beschränkt sich die CAC-Studienförderung weitgehend auf die Studiengänge Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen, Maschinen- /Anlagentechnik, Apparatetechnik, Automatisierungstechnik und Werkstofftechnik. Außerdem bieten wir nach wie vor unser Traineeprogramm als Einstieg nach dem Studium sowie Praktikums- und Diplomarbeitsplätze an.

Welche Wünsche haben Sie an die zukünftige Förderung für Unternehmen und für den Standort?

Ausgehend vom internationalen Wettbewerb ist die weitere technologische Entwicklung von neuen Verfahren für die chemische Industrie durch CAC erforderlich. Dazu sind dringend Fördermittel nötig, da die Eigenmittel für diese Herausforderung nicht ausreichen. Die derzeitigen Kriterien, abgestimmt mit der EU in Brüssel, entsprechen nicht den Erfordernissen. Hier sind der Freistaat Sachsen und die Bundesregierung gefragt. Nur durch ständige Innovation sind wir für die Zukunft wettbewerbsfähig.

Herzlichen Dank!

Das Interview führte Jana Gaudich.
 

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