Zwischen Milchschokolade und Industriebauwerk

vom 30.11.2011

Das Chemnitzer Industriemuseum zeigt in zwei Sonderausstellungen die Schokoladenseiten Sachsens

Pünktlich zur kalten Jahreszeit versüßt das Chemnitzer Industriemuseum die kalten Tage mit einer Sonderausstellung unter dem Titel „Sachsens Schokoladenseite – Das süße Herz Deutschlands“.

Seit 27. November 2011 und bis zum 15. April 2012 zeigt das Museum, wie Sachsen Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Zentrum der deutschen Süßwarenindustrie wurde. Herkunft und Verarbeitung des Rohstoffes Kakao macht die Ausstellung erlebbar. Exponate von Gießformen über eine Pralinenfüllanlage oder die Bonboneinschlagmaschine bis hin zu historischen Verpackungen und Musterkatalogen geben dem Besucher Einblick in die Vielfalt der sächsischen Schokoladen- und Süßwarenindustrie. Dabei wird deutlich, wie die Industrialisierung mit ihren technischen Entwicklungen auch die Nahrungs- und Genussmittelbranche revolutionierte und wie sich Dresden nicht zuletzt durch die Produktion der ersten Milchschokolade der Welt ab 1839 zu Deutschlands Schokoladenseite entwickelte.


Noch bis zum 26. Februar 2012 ist zudem die Sonderausstellung „Industriearchitektur in Sachsen. erhalten -– erleben – erinnern“ im hiesigen Industriemuseum zu sehen. Diese Wanderausstellung des Deutschen Werkbundes Sachsen e. V. entstand in Kooperation mit der Sächsischen Landestelle für Museumswesen und dem Sächsischen Industriemuseum Chemnitz. Sie begleitet die gleichnamige Publikation des Autors Bernd Sikora und widmet sich vorrangig erhaltenswerten, aber gegenwärtig leer stehenden und vom Verfall bedrohten Bauwerken der industriellen Vergangenheit Sachsens und deren erforderlichem Erhalt. Ausgewählte Beispiele neu und umgenutzter, vorbildlich sanierter Industriedenkmale sollen dabei eine Orientierungshilfe sein und Maßstäbe setzen, wie etwa die Weberei Cammann in Chemnitz oder die einstige Cigarettenfabrik Yenidze in Dresden. An verlorene Industriedenkmale wird erinnert, um bewusst zu machen, welches Kulturpotential verloren gehen kann, wenn erhaltende Maßnahmen zu spät kommen oder die Denkmale Neubauten weichen müssen.

Das Industriemuseum Chemnitz ist geöffnet:

Mo – Do:                 9 bis 17 Uhr      

Sa, So, Feiertag:     10 bis 17 Uhr            

Freitag geschlossen

Heiligabend, 24.12.11    10 bis 13 Uhr (Mitmachprogramm für Kinder)

Silvester, 31.12.11    geschlossen

Neujahr,  01.01.12   12 – 17 Uhr


Information und Anmeldung:

Sächsisches Industriemuseum Chemnitz,

Zwickauer Straße 119, 09112 Chemnitz

Telefon: +49 (0) 3 71 – 36 76 140

Anmeldung Führungen Telefon: 49 (0) 3 71 – 36 76 410,

Telefax: + 49 (0) 3 71 – 36 76 141

www.saechsisches-industriemuseum.de

E-Mail: chemnitz@saechsisches-industriemuseum.de


[alle News anzeigen]