Wachstum setzt sich fort

vom 30.11.2011

Im dritten Quartal leicht gedrosselt, doch aufs Jahr gesehen immer noch in sehr hohem Tempo wächst die Chemnitzer Wirtschaft. Dem bundesdeutschen Trend folgend und teilweise sogar vorauseilend, konnte die hiesige Industrie auch von Juli bis September zulegen. Dies wirkte sich auch positiv auf den Arbeitsmarkt aus, wie Zahlen des Statistischen Landesamtes Sachsen sowie der Agentur für Arbeit zeigen.

Insgesamt kühlte sich das Wachstum etwas ab: Im dritten Quartal verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe in Chemnitz ein Wachstum von knapp 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. In den ersten neun Monaten gelang den Unternehmen damit eine Umsatzsteigerung von 18,4 Prozent im Vergleich zu 2010. Das Verarbeitende Gewerbe konnte seinen Umsatz zwischen Januar und September 2011 von 1,7 Milliarden in 2010 auf über 2,0 Milliarden Euro steigern. Zum Umsatzwachstum trägt insbesondere die Steigerung des Auslandsumsatzes bei, der in den ersten drei Quartalen um 37,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr anstieg. Interessant sind in diesem Fall auch die Vergleiche zum Jahr 2008, also vor dem Einsetzen der Wirtschafts- und Finanzkrise: Zwar liegt der Gesamtumsatz der ersten drei Quartale 2011 noch etwa zehn Prozent hinter diesem Vergleichsjahr zurück, der Auslandsumsatz konnte jedoch trotz Krise seit 2008 deutlich von 474,4 Millionen auf jetzt 735,9 Millionen gesteigert werden. Das wird auch in einer erneuten Steigerung der Exportquote des verarbeitenden Gewerbes auf nunmehr 36,3 Prozent deutlich (2010: 31,1 Prozent). Aufs Gesamtjahr 2011 gesehen ist in Chemnitz mit einem deutlichen Wachstum zu rechen. Dies verdeutlicht ein Blick auf die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe: Nach schwächerem Juli und August war der September bezüglich des neuen Auftragsvolumens einer der drei stärksten Monate des Kalenderjahres. Insgesamt stieg das Auftragsvolumen 2011 um 18 Prozent gegenüber 2010 und damit deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt: Hier beträgt die Steigerung lediglich 9,9 Prozent.

Allem voran ist es der Maschinenbau, der mit einem Umsatzwachstum von 46 Prozent insgesamt auf nun 444,6 Millionen Euro und sogar über 66 Prozent beim Auslandsumsatz im bisherigen Wirtschaftsjahr 2011 aufmerken lässt. Die Exportquote von inzwischen 61,1 Prozent zeigt, dass Chemnitzer Maschinen im Ausland immer stärker gefragt sind. Nach einem schwächeren Juli erreichten die Umsätze des Maschinenbaus im September mit über 61 Millionen Euro den bisher höchsten Wert des Jahres. Die Auftragseingänge wuchsen zwischen Januar und September um 24,8 Prozent. Der Aufschwung geht auch mit einem Beschäftigungszuwachs um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum einher.

Ähnlich erfolgreich zeigen sich die Hersteller von Metallerzeugnissen. Sie weisen für die ersten neun Monate des Jahres ein Umsatzwachstum von 34,2 Prozent auf 158,5 Millionen Euro aus. Die Exportquote wuchs leicht von 21,6 auf 22,8 Prozent. Das Auftragsvolumen wuchs in diesem Teilbereich in den ersten neun Monaten um 21,6 Prozent.

Das wirtschaftliche Wachstum spiegelt sich weiterhin auch auf dem gesamten Arbeitsmarkt wider. Die durchschnittliche Zahl der gemeldeten Arbeitslosen sank in Chemnitz um 1.510 Personen, die Chemnitzer Arbeitslosenquote kommt mit 10,6 Prozent im September dem einstelligen Bereich immer näher.


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