Hochwasserfolgen für die Chemnitzer Wirtschaft
vom 31.08.2010
Nach dem Hochwasser vom 7. August haben Stadt Chemnitz und CWE jetzt eine vorläufige Bestandsaufnahme vorgenommen. Derzeit liegen von 165 Unternehmen Schadensmeldungen mit einer Gesamtschadenssumme von ca. acht Millionen Euro vor. Die CWE übernahm im Auftrag der Stadt die Koordinierung der Maßnahmen für betroffene Unternehmen. Auf dem Spendenkonto der Stadt Chemnitz gingen bis jetzt insgesamt 440.000 Euro ein. 265.000 Euro standen für die Unternehmen zur Verfügung.
Bereits unmittelbar nach dem Hochwasser besuchte CWE-Geschäftsführer Ulrich Geissler mit zwei weiteren Mitarbeitern betroffene Unternehmen und erstellte eine Schadensliste. Diese wurde mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Handwerkskammer (HWK) kontinuierlich abgestimmt. Einen Tag nachdem Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig die Spendenrichtlinie bestätigte, tagte bereits die Spendenkommission. Dort arbeiten Mitarbeiter der Verwaltung, der CWE, der IHK und der HWK mit. Sie entschied, welche Unternehmen in welcher Höhe unterstützt werden. Daraufhin besuchte die CWE diese Unternehmen und füllte mit ihnen die Spendenanträge aus. Sie werden von der CWE ans Bürgermeisteramt weitergeleitet. Im Regelfall kann das Geld dann schon innerhalb von drei Tagen beim antragstellenden Unternehmen sein.
Bisher wurden 202.500 Euro für 42 der besonders betroffenen kleinen und mittelständischen Firmen frei gegeben. An 23 der Unternehmen konnte das Geld bereits angewiesen werden. Ziel ist, dass noch in der 35. Kalenderwoche alle verbliebenen Unternehmen ihre Spendenanträge stellen.
Derzeit macht die sächsische Staatsregierung das Hilfsangebot für ein 18-monatiges Überbrückungsdarlehen mit einem verbilligten Zinssatz von 1,5 Prozent. Es soll unkompliziert über die Sächsische Aufbaubank (SAB) ausgegeben werden. Bisher gab es lediglich zwei Nachfragen nach diesen Hochwasserdarlehen der SAB. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und CWE-Geschäftsführer Ulrich Geissler sind sich einig, dass Darlehen in dieser Situation nicht ausreichen. Eine Möglichkeit sei, zum Beispiel bei der GA-Investitionsförderung der SAB für Industrieunternehmen auch die Förderung von Ersatzinvestitionen zu erlauben. Das hat die Oberbürgermeisterin auch in einem Brief an den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich deutlich gemacht und Vorschläge für ein Engagement des Freistaates unterbreitet.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Silvia Kunce bzw. Dietmar Brettschneider von der CWE, Telefon 3660-222 oder per E-Mail: kunce@cwe-chemnitz.de


