Attraktiver Wirtschaftsstandort: Unternehmen investieren in Chemnitz

vom 30.06.2010

Mehrere Neuansiedlungen und Investitionen bezeugen wieder die Anziehungskraft des Wirtschafts- und Industriestandorts Chemnitz. Vertreten ist das ganze Spektrum moderner Wirtschaft: von IT über Forschung und Entwicklung, dem wichtigen Zukunftsmarkt der Elektromobilität bis hin zu klassischen Industrieanwendungen.

Die Unister Holding GmbH will in diesem Jahr in Chemnitz eine Niederlassung eröffnen. Mit Unterstützung der CWE wurden bereits mögliche Standorte besichtigt und Bewerbungsgespräche geführt. Das Unternehmen entwickelt, betreibt und vermarktet Online-Portale in den verschiedensten Bereichen. Seit 2002 entwickelte sich Unister vom Start-up zu einem erfolgreichen Internet-Unternehmen mit über 700 Mitarbeitern. Zusätzlich zum Firmensitz in der Leipziger Innenstadt gibt es eine Berliner IT-Niederlassung und Büros in Hamburg, Düsseldorf und Dresden. Weitere Standorte sind neben Chemnitz in Magdeburg und Jena in Planung.

Die w2on.com AG eröffnete im Mai 2010 eine Niederlassung auf der Straße der Nationen 88-90. Geschäftsfeld der 2004 in Berlin von den heutigen Hauptaktionären André Wittig und René Wendler gegründeten AG sind der Kauf und Verkauf von Unternehmensbeteiligungen, besonders im Markt für Webanwendungen und die Gründung von Unternehmen. Dazu kommen noch Managementaufgaben und  Serviceleistungen für Unternehmen, an denen w2on.com beteiligt ist. Seit Juni finden erste Vorstellungsgespräche für die Bereiche Webentwicklung, Webdesign, Grafikdesign und Leitungsfunktionen statt, um zeitnah mit circa 10 Mitarbeitern an herausfordernden Projekten von Chemnitz aus zu arbeiten. Dafür nutzt das Unternehmen auch die Stellenplattform Chemnitz-zieht-an.de.

Offiziell eingeweiht wurde am 11. Mai die neue Niederlassung der Ibykus AG in der Zwickauer Straße. Das Unternehmen bietet IT-Dienstleistungen an, welche auf die individuellen Bedürfnisse der überwiegend mittelständischen Kunden in ganz Deutschland zugeschnitten sind. Schwerpunkte liegen in der Beratung zur SAP-Software, der Übernahme von ausgelagerten Geschäftsprozessen, wie Personalmanagement und -abrechnung. Darüber hinaus können über das Hochverfügbarkeitsrechenzentrum in Leipzig komplette Systeme betrieben werden. In Chemnitz sind derzeit 15 Mitarbeiter tätig. Die CWE beriet das Unternehmen zur Fördermittelbeantragung. Die Ibykus AG hat ihren Hauptsitz in Erfurt, das Rechenzentrum in Leipzig sowie jetzt die Niederlassung in Chemnitz und beschäftigt derzeit circa 130 Mitarbeiter.


In der Niederwaldstraße in Chemnitz-Einsiedel hat die iQ Power Technik GmbH Anfang des Jahres ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen. Das Unternehmen ist Teil der iQ Power Gruppe in Zug (Schweiz) - ein Technologieunternehmen, das Batterien und integrierte Lösungen für elektrisches Energiemanagement für die Automobilindustrie entwickelt. Schwerpunkt sind die Forschung und Entwicklung zum Energie-Management im Fahrzeug. In der Betriebsstätte Chemnitz arbeiten bereits zehn hochqualifizierte Fachkräfte auf 500 Quadratmetern Labor- und Bürofläche sowie 220 Quadratmetern Test- und Produktionsstrecke. Entwickelt werden Produkte, Komponenten und Systeme wie Hochtechnologiebatterien und Energiespeichersysteme der Energieversorgung, -speicherung, -erzeugung und des Energiemanagements. Die iQ Power GmbH am selben Standort übernimmt mit derzeit sieben Mitarbeitern Handel und Vertrieb für die iQ Power Gruppe. Die CWE unterstützte das Unternehmen bei der Beantragung von Fördermitteln.

Die Firmen Tritem GmbH Kümersbruck und Automatix Katovice haben im März 2010 ein Entwicklungsbüro in Chemnitz, die TestCraft GmbH, gegründet. Das neue Unternehmen siedelte sich im TCC (Technologie Centrum Chemnitz) an und will Software für Industrieanwendungen entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen des Konzepts der „Virtuellen Maschine“. Das ist eine neue Klasse von Simulatoren und Umgebungen, die das erweiterte Testen von Steuersoftware an Modellen von Fahrzeugen und Maschinen ermöglichen. Dadurch werden Entwicklungsdauer und -kosten reduziert sowie Softwarefehler minimiert. Zudem können einzelne Hardwarekomponenten der „realen Maschine“ unter dem Einfluss der Steuersoftware im Labor getestet werden. Bis zum Jahr 2011 sollen 14  Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung entstehen. Auch die TestCraft GmbH unterstützte die CWE mit Fördermittelberatung.

Die Brüniererei Lietz GmbH hat eine 2.930 Quadratmeter große Gewerbefläche im Industriegebiet An der Jagdschänkenstraße erworben. Dem Verkauf stimmte der Chemnitzer Stadtrat am 23. Juni zu. Die CWE hatte das Grundstück vermittelt und das Unternehmen zur Finanzierung beraten. Noch in diesem Jahr will die Brüniererei eine Produktionshalle mit 600 Quadratmetern und 200 Quadratmetern Nutzfläche für Büros, Labore und Sozialeinrichtungen errichten. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Oberflächenbehandlung von Eisenwerkstoffen in Lohnfertigung für Automobilzulieferer, den Maschinenbau sowie Federn- und Schraubenhersteller. Derzeit sind vier Mitarbeiter beschäftigt. Mit der Investition sollen zwei weitere Arbeitsplätze entstehen.

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