Auszeichnung für das IT-Bündnis: Chemnitz wird wieder Ort im Land der Ideen
vom 01.03.2010
Der 22. Februar 2010 stand ganz im Zeichen des IT-Bündnisses für Fachkräfte, im Zeichen von Informatik, IT und der Verbindung von Forschung und Wirtschaft. Dieses Bündnis wurde als „Ausgewählter Ort 2010“ im Rahmen der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet. Verschiedene Veranstaltungen, wie der Informatik-Tag und das Geocaching, machten die Möglichkeiten der IT erlebbar. Die Preisverleihung fand im Hauptgebäude der Universität in der Straße der Nationen statt.

Quelle: SACHSENFERNSEHEN Chemnitz
Begrüßt wurden die Gäste und Preisträger von Professor Wolfram Hardt, Professor für Technische Informatik und Dekan der Fakultät für Informatik. Er benannte den Grund für den Erfolg des Bündnisses: Dialog. Dies bedeute für ihn Vertrauen, Zuhören und Kooperation, und genau davon sei das IT-Bündnis geprägt. Um dieses Bündnis mit all seinen Stärken zu präsentieren, habe man sich bei der Initiative beworben. Durch die intensive Zusammenarbeit von Universität und Industriepartnern, von Schülern, Studenten und Professoren sei dieser Erfolg erst möglich geworden.
Das Grußwort der sächsischen Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemmer überbrachte Johannes Pförtner, Referatsleiter Hochschulplanung beim SMWK. Von 2200 Bewerbungen in diesem Jahr seien allein 17 sächsische Projekte erfolgreich gewesen. Seit fünf Jahren präsentiere die Initiative Deutschland als Land der Ideen, als Land der Dichter, Denker, Unternehmer und Erfinder. Der Wettbewerb mache dies sichtbar und zeige die Stärken des Standortes.
Ulrich Geissler, Geschäftsführer der CWE, ging in seinem Grußwort auf die Bedeutung der IT für fast alle Lebensbereiche und besonders für die einheimische Wirtschaft ein. Die Region habe eine lebendige IT-Landschaft, die über 2000 Menschen in 600 Unternehmen abwechslungsreiche Tätigkeiten biete. Diese Leistungsfähigkeit führe das IT-Bündnis den Studenten exemplarisch vor Augen. Besonders lobte Geissler das Engagement der Bündnispartner. Es würden keinerlei Fördermittel verwendet, sondern die Kosten von den Unternehmen getragen. Mit dieser praxisorientierten Förderung von IT-Fachkräften werde das Zusammenwirken von Schule, Hochschule und Wirtschaft effektiv intensiviert. Drei Dinge seien für die Zukunft wichtig: erstens Studienorientierung zu geben, also Informationen über die Potenziale der Branche zu bieten, zweitens die Hemmschwelle für technische Studiengänge zu senken und drittens Praxispartner ganz selbstverständlich in die Universität einzubinden.
Das große Thema des Gastvortrags von Gunnar Grosse, Gründer und Vorstandvorsitzender der KOMSA Kommunikation Sachsen AG, war der „SchrITt in die Zukunft“. Forschung, so sein Credo, sei immer mehr der Schrittmacher für ein rentables Wachstum. In der Arbeitswelt sei zukünftig das Team entscheidend für den Erfolg: team is money. Das gemeinsame Erreichen von Zielen, Sachverstand und Nachhaltigkeit sowie das Zusammenwachsen mit dem Kunden bildeten die Basis für die Zukunft.
Nach diesem visionären Ausblick wurde ein Schulleiter aus Lichtenstein für seine Botschafterfunktion stellvertretend für all die engagierten Schulen, Schüler und Lehrer ausgezeichnet. Gleichzeitig bekamen Schüler, die am Nachmittag am Geocaching durch die Chemnitzer Innenstadt teilgenommen hatten, Preise, die die Komsa und Megware gesponsert hatten.
Die Laudatio und Übergabe des Preises für den „Ausgewählten Ort“ übernahm Michael Hemmers, Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank. Er würdigte Engagement, Kreativität und Innovationsfähigkeit des IT-Bündnisses für die Förderung des Nachwuchses und die gleichzeitige Sicherung von Fachkräften für die Unternehmen.
Stellvertretend für die Partner bedankte sich Dirk Viertel, Geschäftsführer von Megware, und versicherte den Anwesenden, dass der Preis motiviere auf diesem Weg weiter zu gehen, junge Leute für die Informatik zu begeistern und sie in der Region zu halten.




