Kunstsammlungen Chemnitz zeigen russische Realisten
vom 31.01.2012
Eine nationale Kunstepoche von europäischem Rang präsentieren die Kunstsammlungen Chemnitz – Museum am Theaterplatz vom 26. Februar an: Eine Sonderausstellung zeigt in einem Umfang, wie er bisher in Deutschland noch nicht zu sehen war, „Die Peredwischniki - Maler des russischen Realismus“.
Die Peredwischniki – zu deutsch: Wanderer – gründeten sich im zaristischen Russland des 19. Jahrhunderts, um sich von den erstarrten Idealen der Petersburger Kunst-Akademie abzusetzen. Die avantgardistische Sezessionsbewegung organisierte zwischen 1871 und 1923 insgesamt 48 Wanderausstellungen, bei denen nicht nur in Moskau und Sankt Petersburg, sondern auch in der Provinz Porträts, Interieurs, Landschafts- und Genredarstellungen gezeigt wurden. Ihr neuer realistischer Stil und die an der Lebenswirklichkeit aller Schichten orientierten Themen fanden große Zustimmung bei Kunstkritikern, Sammlern und auch in der breiten Bevölkerung.
Zu den in Chemnitz gezeigten Bildern gehören beispielsweise Ilja Repins „Die Wolgatreidler“, Isaak Lewitans „Frühling. Hochwasser“ und Walentin Serows „Porträt des Grafen Felix Sumarokow-Elston, später Fürst Jussupow“. Insgesamt sind in Chemnitz 90 Gemälde in realistischem Stil zu sehen, die bisher noch nie oder selten in Deutschland ausgestellt waren. Sie werden von der Staatlichen Tretjakow-Galerie Moskau und dem Staatlichen Russischen Museum Sankt Petersburg für die Sonderausstellung zur Verfügung gestellt. Bis zum 28. Mai sind „Die Peredwischniki. Maler des russischen Realismus“ in Chemnitz zu sehen.
Die Tourist-Information Chemnitz berät Sie gern bei der Gestaltung eines Besuchsprogramms in Chemnitz.
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