Industriedenkmale – Lust oder Last?
vom 31.01.2012
Noch bis zum 28. Februar ist im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz die Sonderausstellung „Industriearchitektur in Sachsen: erhalten – erleben – erinnern“ gezeigt. Anlässlich dieser Schau findet dort am 2. und 3. Februar eine Fachtagung zur Industriearchitektur statt.
Ist ein Industriedenkmal für seinen Eigentümer eher Lust oder Last? Sind geschlossene oder offene Nutzungsformen für alte Industriegebäude sinnvoller? Und wohin steuert Sachsens Politik in Sachen Industriekultur? Diese Fragen will die Fachtagung „Industriearchitektur als Facette sächsischer Industriekultur. Industriekultur im Ortsbild“ beantworten, zu der das Industriemuseum Chemnitz und die Sächsische Landesstelle für Museumswesen Anfang Februar einladen. Im Spannungsfeld von Industriearchäologie und -denkmalpflege einerseits und verantwortungsvoller städtebaulicher sowie ressourcenschonender wirtschaftlicher Entwicklungsplanung andererseits sollen Perspektiven zur Entwicklung, Erschließung und zum kreativen Umgang mit dem industriearchitektonischen Erbe thematisiert werden.
Chemnitz mit seiner reichen Industrietradition hat eine Vielzahl von Industriedenkmalen zu bieten – und dabei in vielen Fällen bereits erfolgreich eine Revitalisierung früherer Gewerbestandorte eingeleitet – nicht zuletzt am Tagungsort, dem Sächsischen Industriemuseum, selbst. Die Ausstellung „Industriearchitektur in Sachsen. erhalten – erleben – erinnern“, die vom Deutschen Werkbund Sachsen gestaltet wurde, zeigt eine Reihe von Beispielen aus Chemnitz sowie weiteren Städten Sachsens.
www.saechsisches-industriemuseum.de


