Preisgekrönte Ideen beim Saxeed-Ideenwettbewerb 2011

vom 29.12.2011

Der Ideenwettbewerb 2011 des universitären Gründernetzwerks Saxeed lud am 14. Dezember 2011 zum Finale ins „tac“ in der TU-Mensa an die Reichenhainer Straße. Dort wollte das zahlreich erschienene Publikum von den Gründungsideen der acht Finalisten aus dem diesjährigen Start-Up-Wettbewerb überzeugt werden.

 

Die Gründer in spe hatten dabei je drei Minuten Zeit, ihre Idee zu präsentieren, um bei Gefallen mit dem mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis ausgezeichnet zu werden. Der ging schließlich an das Team IceEx, drei Studenten der Hochschule Mittweida, die mit ihrem Vorhaben überzeugten, Bakterien für den Winterdienst zu verpflichten. Diese Bakterien, so das Vorhaben, sollen sowohl kälteresistent sein als auch Wärme produzieren und so die Straßen bis -30°C eisfrei halten. In der Theorie, so die überraschten Sieger, funktioniere das bereits, nun seien Labortests nötig. Der Preis gebe ihnen hierzu Ansporn und neue Möglichkeiten. Dass diese berechtigt sind, befand auch die Jury, und zeichnete das Team IceEx zusätzlich mit dem zweiten Platz der Jury-Wertung aus.

Den dritten Platz in der Kategorie Studenten erhielten die  Wirtschaftsinformatiker von "goedu" aus Chemnitz und Mittweida, das eine einheitliche Online-Plattform zur Vernetzung und Lernfortschrittskontrolle für Studenten entwickelt.

Platz eins der Jurywertung belegte das Team um den Chemnitzer Chemiestudenen Felix Dallmann mit seinem Konzept chem.fluidX.  Dieses ist ein akademisches Forschungsprojekt, dessen Ziel die Entwicklung eines sogenannten rohstofflichen Recyclingverfahrens ist, welches in den Bereich der chemischen Verfahrenstechnik fällt. „Die Forschung findet derzeit noch im Labormaßstab statt“, so der Preisträger. „Die Preisverleihung impliziert erfreulicherweise eine positive Erwartungshaltung der Venture Capital-Szene gegenüber dem Verfahrenstyp und bestärkt das Team in seinem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.“ So konnte der Wissenschaftler bereits am Abend der Veranstaltung ins Gespräch mit potentiellen Kapitalgebern kommen, was nicht zuletzt Ziel des Ideenwettbewerbs war.

Den TGFS-Wissenschaftlerpreis, gestiftet vom Technologiegründerfonds Sachsen, erhielt Dr. Malkhaz Aitsuradse von der TU Bergakademie Freiberg. Er stellte seine marktreife Methode zur Herstellung von Bleischaum vor, der die aufwendig hergestellten Gitter herkömmlicher Blei-Batterien ersetzt und diese damit billiger, effizienter und ressourcenschonender macht.

 „Das Thema Gründen ist in Deutschland leider nicht sonderlich gut aufgestellt“, meint Juror und Geschäftsführer des Technologie Centrums Chemnitz, Dr. Jenz Otto. Initiativen wie der SAXEED-Ideenwettbewerb seien hier wichtig. „Gute Ideen setzen sich immer durch, aber wir müssen potentielle Gründer auch stimulieren und sie mit dem Thema konfrontieren.“ Auch die CWE unterstützt diesen Ansatz durch ihre Beteiligung an der Jury des Saxeed-Ideenwettbewerbs. Am Wettbewerb hatten sich in diesem Jahr 67 Teams und Einzelkämpfer aus den Universitäten in Chemnitz und Zwickau sowie den Fachhochschulen Freiberg und Mittweida mit ihren Gründungsideen beteiligt, was einen neuen Teilnahmerekord bedeutete.


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