Zweite Tage der Industriekultur in Chemnitz übertreffen Erwartungen
vom 04.09.2011
Festumzug, Oldtimercorso,
Gründerzeitmarkt und Spätschicht locken Zehntausende Besucher
an
Die zweiten Tage der Industriekultur in Chemnitz, die am heutigen Sonntag zu Ende gehen, haben rund 40.000 Besucher auf die Straße und in die teilnehmenden Betriebe gelockt.
„Der Besucherandrang hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen“, zeigte sich Ulrich Geissler, Geschäftsführer der CWE Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH, zufrieden mit der Veranstaltung. „Das große Interesse zeigt, wie sehr sich die Chemnitzerinnen und Chemnitzer mit der jahrhundertealten Industrietradition ihrer Stadt identifizieren. Dieses klare Bekenntnis zur industriellen Prägung der Stadt ist auch die Grundlage ihrer heutigen wirtschaftlichen Stärke.“ Den großen Erfolg nehme man als Ansporn, die Veranstaltung auch in der Zukunft fortzusetzen.
Bei der Spätschicht zum Auftakt nutzten am Freitagabend 4.100 Besucher die Gelegenheit, in einem der vierundzwanzig teilnehmenden Chemnitzer Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen hinter die Kulissen der laufenden Produktion zu blicken sowie ein vielseitiges Rahmenprogramm zu genießen.

Der Festumzug „Geschichte bewegt“ bildete vor etwa 35.000 Zuschauern Bereiche des bürgerlichen Lebens an der Schwelle des 20. Jahrhunderts ab. Etwa 400 Mitwirkende präsentierten Elemente der Stadtgeschichte wie Handwerk, Kunst, Wissenschaft oder die Schreberbewegung. Historische Fahrzeuge erinnerten an die über hundert Jahre alte Automobiltradition der Region. Im Vorfeld starteten 25 Oldtimer nebst 50 Wanderer- und Schüttoff-Motorrädern zu einem Oldtimer-Corso. Beim anschließendem Concours d’Elégance, einem Schönheitswettbewerb der Fahrzeuge und ihrer historisch gekleideten Insassen vor dem Chemnitzer Rathaus prämierte eine Jury den schönsten Oldtimer.
Ein historischer Gründerzeitmarkt im Stadtzentrum versetzte die Besucher mit typischem Markttreiben, Fahrgeschäften im Stile der Zeit, Graveuren und Portraitzeichnern sowie einem „Industrial Art“- Bühnenprogramm zurück in die Zeit der Industrialisierung.
Bei der IndustriekulTOUR am heutigen Sonntag bieten die technikhistorischen Museen der Stadt besondere Vorführungen und thematische Besichtigungen. Ein Industriekultur-Rundgang informiert über die (Industrie-)geschichte der Stadt. Erstmals wurde auch eine Geocaching-Route entlang wichtiger Industriedenkmäler aufgelegt.
Die 3. Tage der Industriekultur werden vom 14. Bis 16. September 2012 stattfinden.
Fotos: Ulf Dahl


