Chemnitz feiert seine Industriekultur

vom 31.08.2011

Die Tage der Industriekultur bilden in diesem Jahr den Abschluss der Festwoche zum 100-jährigen Jubiläum des Chemnitzer Rathauses. Zum vielfältigen Programm vom 2. bis 4. September gehören die „Spätschicht“ in Chemnitzer Unternehmen am Freitagabend und ein dreitägiger Gründerzeitmarkt mit historischem Spektakel. Der Festumzug von Bürgern und Vereinen der Stadt am Samstagnachmittag und nicht zuletzt eine IndustriekulTOUR durch Technikmuseen und Industriedenkmäler am Sonntag sorgen für ein spannendes und abwechslungsreiches Angebot.

Schon im Voraus zeichnet sich eine sehr gute Resonanz auf die Auftaktveranstaltung, die Spätschicht in 24 Chemnitzer Unternehmen und Forschungseinrichtungen, ab. Das zeigen die zahlreichen Reservierungen für die Führungen via Internet. Neben dem Blick in die laufende Produktion gibt es ein abwechslungsreiches kulturelles Programm z. B. Live-Musik mit „Sunday Morning Rocks“ in der schönherr.fabrik, Testfahrten mit dem Elektroauto MINI E auf dem Smart Systems Campus, eine Vernissage und „Tausend Tele-Tips“ mit garantiertem Wiedererkennungseffekt im ehemaligen „konsument“-Versandhaus in der Neuen Kauffahrtei.

Der Historische Gründerzeitmarkt wird am Freitag, um 18 Uhr, durch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Peter Nothnagel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, eröffnet. Lebendiges Handwerk, Tanz, Kräftemessen bei „Hau den Lukas“, Showprogramm mit „Industrial Art“, Baggerballett und Kehrbrigade, Musikcomedy mit dem Ballhaus Westkämper und eine Feuershow der Lichtkantine – das alles sollte man sich nicht entgehen lassen.

Oldtimer-Freunde kommen am Samstag auf ihre Kosten. Nach der Ankunft des Oldtimer-Corsos auf dem Markt um 15 Uhr stellen sich die rund 25 historischen Automobile und 50 Wanderer- und Schüttoff-Motorräder beim Concours d’Elégance dem Votum der Jury. Um 16 Uhr trifft der Festumzug „Geschichte bewegt!“ auf dem Markt ein. Die Gesamtheit und Vielfalt des Lebens in der Gründerzeit wird in diesem Umzug in Bildern dargestellt.

Historisch deutlich älter ist die Chemnitzer Schmiede-Innung: 600 Jahre Handwerkskunst sind Anlass für einen zünftigen Schmiedemarkt auf dem Jacobikirchplatz und in der Inneren Klosterstraße. Fasstrommler, Hufbeschlag und Tauziehen zwischen Mensch und Pferd, Schmiedearbeiten selbst gemacht für Groß und Klein gibt es hier am Samstag von 9 bis 18 Uhr.

Zur abschließenden IndustriekulTOUR am Sonntag von 10 bis 18 Uhr halten nicht nur die technikhistorische Museen, sondern auch die Villa Esche, das Deutsche Spielemuseum und das Wasserschloss Klaffenbach Sehens- und Erlebenswertes für die Besucher bereit. So werden z. B. Kindervorlesungen und Fahrten mit der Handhebel-Draisine im Sächsischen Industriemuseum, Mitmach- und Bastelangebote in den solaris Jugendwerkstätten sowie Big Band-Musik auf dem TU-Campus angeboten. Neu in diesem Jahr: eine Geocaching-Route, die an acht wichtigen Industriedenkmälern entlang führt.

Das Programmheft zu den Tagen der Industriekultur und das Buchungsformular für die Spätschicht sind abrufbar unter www.industriekultur-chemnitz.de 


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