Erster Industriestammtisch 2010
vom 02.02.2010
Der Einladung zum ersten Industriestammtisch der CWE folgten am 25. Januar circa 100 Teilnehmer in die Eventkantine auf dem Gelände der Schönherrfabrik.
Nach einem kleinen Sektempfang für die Gäste kommentierte Ulrich Geissler, Geschäftsführer der CWE, aus aktuellem Anlass eine Meldung der Tageszeitung „Die Welt“, die Chemnitz für die Zukunft die Position der ältesten Stadt Europas zuweise. Bei dieser Nachricht sei nur leider der Regierungsbezirk Chemnitz mit der Stadt verwechselt worden; die Tageszeitung würde damit also einen falschen Eindruck vermitteln. Aus der Sicht der Wanderungsbilanz könne Chemnitz für 2009 sogar einen deutlichen Überschuss vorweisen. Die Kerngruppe dieser positiven Wanderungsbewegung seien vorwiegend junge Menschen unter 30 Jahren, Chemnitz sei damit für jüngere Menschen attraktiv - eine Attraktivität, die ihre Gründe im Beschäftigungsaufbau der letzten Jahre habe. Zwar habe auch Chemnitz unter den Folgen der Wirtschaftskrise zu leiden, die Umsätze im verarbeitenden Gewerbe seien im Vergleich zum Vorjahr drastisch zurückgegangen, aber Mitte des Jahres 2009 habe sich die Lage wieder etwas stabilisiert und die Auftragslage sich wieder verbessert. „Bei diesen Vergleichen mit dem Jahr 2008 muss man immer berücksichtigen, dass dieses Jahr das wirtschaftlich stärkste Jahr seit der Wende gewesen ist“, so Geissler. Durch Maßnahmen wie die Kurzarbeit sei bisher auch ein Durchschlagen auf den Arbeitsmarkt vermieden worden, die Arbeitslosenquote in Chemnitz sei fast konstant geblieben.
In seinen weiteren Ausführungen gab der Geschäftsführer der CWE einen kurzen Rückblick über die Geschäftstätigkeit der CWE. Auf dem Gebiet der Gewerbeflächenvermittlung sei eine Zunahme an Vermittlungen von privaten Gewerbeflächen zu verzeichnen. Zukünftiger Bedarf könne mit zwei neuen Flächen in Rottluff-West und an der „Alten Bäckerei“ gedeckt werden. Bei der Existenzgründungs- und Finanzierungsberatung sei 2009 ein deutlich erhöhtes Investitions¬volumen von fast 100 Millionen Euro erreicht worden. Weitere wichtige Projekte waren die erfolgreiche Vermarktung des Smart Systems Campus, die Mitgliedschaft bei Silicon Saxony, Messeteilnahmen durch das Standortmarketing und die Initiativen zur Fachkräftesicherung. Für das Jahr 2010 zeichneten sich bereits einige Erfolge und Initiativen ab. So werde das IT-Bündnis für Fachkräfte Ende Februar als „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet. Auch bei der Entscheidung im Wettbewerb „Stadt der Wissenschaft“ sei Chemnitz in der Endrunde gut aufgestellt. Ein besonderer Höhepunkt zeichne sich mit dem „Fest der Industriekultur“ im September und der damit verbundenen „Langen Nacht der Industriekultur“ ab. Bereits 10 Unternehmen hätten sich bereit erklärt, spannende Einblicke in ihre Werkhallen zu gewähren.
Abschließend stellte einer der Gastgeber des Abends Dirk Glowka, Betriebsleiter der SFZ CoWek gGmbh, das Konzept der „Gastrosterne“ vor. Der Zusammenschluss der Gastronomiebetriebe EXIL, ANKH, monk Catering und CoWerk essen&trinken bietet perfekt organisierte Eventgastronomie für jeden Anlass und in jeder Größe. Durch ihren Zusammenschluss verfügen die Gastrosterne über eine Vielzahl an attraktiven Veranstaltungsorten, Equipment und Know-how für Firmenfeiern, Tagungen oder Hochzeiten. Die „Gastrosterne“ böten ihren Kunden bei Bedarf ein Rundumpaket von der Gabel bis zum Festzelt, so Dirk Glowka. Beim anschließenden Get-Together konnten sich die Gäste des CWE- Industriestammtischs dann auch gleich von der Leistungsfähigkeit der „Gastrosterne“ einen Eindruck verschaffen. Die angebotenen Führungen durch die Schönherrfabrik wurden von vielen interessierten Gästen ebenfalls gern angenommen.


