Dritter CWE-Industriestammtisch 2006 

Kooperation und Technologietransfer zwischen sächsischen und tschechischen Unternehmen, Technologie- und Gründerzentren- Der dritte CWE-Industriestammtisch des Jahres 2006 stand ganz im Zeichen der sächsisch-tschechischen Zusammenarbeit. Circa achtzig Teilnehmer, darunter sieben Gäste aus Tschechien, informierten sich über das "Kompetenznetzwerk Fertigung im Maschinen- und Anlagenbau Sachsen-Böhmen", das die CWE, in Zusammenarbeit mit der ICM GmbH als Teil der EU-Gemeinschaftsinitiative Interreg III A, organisiert.

Ein weiteres Thema des Industriestammtischs war die "Grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Technologie- und Gründerzentren". Nach einer Begrüßung des Geschäftsführers der CWE, Ulrich Geissler, berichtete Projektleiter Dr. Ulrich Bobe von der ICM GmbH Innovation und Cooperation für Maschinenbaunetze über das "Kompetenznetzwerk Fertigung im Maschinen- und Anlagenbau Sachsen - Böhmen". Es soll den beteiligten Unternehmen helfen, ihre Fertigungskapazitäten besser auszulasten, Engpässe zu vermeiden und Chancen zur gemeinsamen Auftragsbearbeitung, zum Beispiel bei Ausschreibungen, zu nutzen. Dies kann durch die Bündelung von Ressourcen auch ihre bemeinsamen Chancen auf Drittmärkten verbessern.

Der Aufbau von Strukturen und gegenseitigem Vertrauen brauche jedoch Zeit: "Kooperation ist nichts für Ungeduldige", so Bobe. Die "Grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Technologie- und Gründerzentren" und das ebenfalls von der EU geförderte Vutech-Projekt waren die Themen des Referats von Dr. Thomas Lindner, Geschäftsführer des Gründer- und Innovationszentrums GmbH in Freiberg/Brand-Erbisdorf. Projektziele sind die Verbesserung des Technologietransfers und die Ansiedlung von Technologieunternehmen im sächsisch-tschechischen Grenzgebiet. In permanenten und temporären Partnerschaften werde an technologieorientierten Kooperationen gearbeitet.

Erste konkrete Zusammenarbeit und fachlichen Austausch gebe es derzeit bei Recycling-Technologien. Erfreulicherweise nutzten auch mehrere Vertreter tschechischer Unternehmen die Gelegenheit den CWE-Industriestammtisch zu besuchen. Herr Klemenko von der ZAK KOVOVYROBA, einem Unternehmen der Metallverarbeitung, fasste seine Eindrücke zusammen: "Kooperation ist gut und wichtig. Wir würden uns noch häufigere Treffen wünschen, um mehr Informationen übereinander zu erhalten. Dann wäre es möglich noch schneller Partner zu finden, die wirklich exakt zueinander passen." Mit dem sächsisch-tschechischen Treffen auf dem CWE-Industriestammtisch wurde ein weiterer Baustein für diese Entwicklung gelegt.