Erster Industriestammtisch 2009
Zum ersten Mal im neuen Jahr trafen sich auf Einladung der CWE und der Siemens AG die Vertreter der lokalen Wirtschaft zum Industriestammtisch. Mehr als 130 Teilnehmer fanden den Weg zum Werk für Kombinationstechnik Chemnitz der Siemens AG in der Clemens-Winkler-Straße. Ulrich Geissler, Geschäftsführer der CWE, begrüßte die Anwesenden und nutzte die Gelegenheit für einen kurzen Rückblick auf das Jahr 2008 und einen Blick voraus auf die geplanten Aktivitäten für das Jahr 2009. 2008 sei, bis zum Einsetzen der Finanzkrise, wieder ein sehr erfolgreiches Jahr für die Industrie in Chemnitz gewesen.
Dies habe sich in erneuten Umsatzsteigerungen und einem deutlichen Beschäftigungsaufbau gezeigt, so Geissler. Die lokale wirtschaftliche Dynamik habe sich auch in der erhöhten Nachfrage nach Gewerbeflächen abgebildet. Markante Wegmarken 2008 seien der Baubeginn für den Smart Systems Campus und dessen Auszeichnung als „Ort des Tages“ im Land der Ideen gewesen. Während 2008 das Jahr der Grundsteinlegungen und Richtfeste gewesen sei, würde 2009 das Jahr der Eröffnungen, so der Geschäftsführer der CWE. Ende Juni könne das Start-Up-Gebäude seine ersten Mieter empfangen. Auch 2009 werde die CWE Chemnitz wieder auf einer Vielzahl von Messen präsent sein. Neben den üblichen Zielen INTEC, SIT oder Expo Real wolle man in diesem Jahr unter anderem auch an der Hannover Messe und der EMO in Mailand teilnehmen. Mit dem Wirtschaftspolitischen Konzept und dem Fachkräfte-Portal „Chemnitz zieht an“ würden weitere wichtige Impulse gesetzt. Das diesjährige Richard- Hartmann-Jahr werde mit vielen Veranstaltungen an die lange Industrietradition und einen der visionären Unternehmer der Stadt erinnern. Abschließend äußerte Ulrich Geissler den Wunsch, dass auch in 2009 wieder viele Beobachter von außerhalb in Chemnitz den aufstrebenden Industrie- und Technologiestandort erkennen mögen.
Im Anschluss stand das Werk für Kombinationstechnik Chemnitz (WKC) der Siemens AG im Mittelpunkt. Professor Nils Kroemer, Leiter des Werks, gab einen interessanten Überblick über die Geschichte des Unternehmens und seine Produktion. Nach der Übernahme durch Siemens im Jahr 1991 sei die WKC 1996 an den neuen Standort umgezogen. Seit 2006 befinde sich auch die Fertigung an der neuen Adresse, ein Umzug, der in guter Zusammenarbeit mit der CWE erfolgt sei. Die WKC produziert elektrische Ausrüstungen für den Maschinenbau. Neben dem Schaltschrankbau für den Werkzeugmaschinenbau sowie für Produktions- und Sondermaschinen sei es auch der Bereich der Logistiksysteme, auf dem die WKC erfolgreich sei, so Professor Kroemer. Innovationsthemen, die mit einer eigenen Abteilung für Forschung und Entwicklung angegangen würden, seien Spezialantriebe und Energiespar- und Kühltechniken und der gesamte Themenkomplex der Energieeffizienz. Ein wichtiges Anliegen des Unternehmens sei es, den Nachwuchs zu fördern und mit attraktiven Angeboten an den Standort Chemnitz zu binden. Mit einem Umsatz von 330 Millionen und 700 Mitarbeitern habe die WKC eine positive Geschäftsentwicklung genommen. Nicht nur die Geschäftszahlen seien erfreulich gewesen. Im internationalen Wettbewerb der Wirtschaftswoche um „die beste Fabrik“ sei die WKC auf den zweiten Rang gekommen, ein Resultat auf das man sehr stolz sei und welches im Wettbewerbsprozess auch viele Impulse gebracht habe, betonte der Werkleiter. Mit einem faszinierenden virtuellen Firmenrundgang endete der offizielle Teil und die Gäste fanden sich beim Get-Together am Buffet ein.


