Kunst trifft Wirtschaft: Erster CWE-Industriestammtisch 2008 im Museum Gunzenhauser


Das Jahr 2008 begann für den CWE-Industriestammtisch mit einem Besucherrekord und einer echten Inspiration: Circa 160 Gäste ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, das neue kulturellen Highlight der Stadt, das Museum Gunzenhauser von innen zu bewundern.

Der wirtschaftliche Erfolg einer Stadt hängt nicht allein von der Leistungsfähigkeit der örtlichen Unternehmen, sondern auch von weichen Standortfaktoren ab. Das betonte Ulrich Geissler, Geschäftsführer der CWE, in seiner einführenden Rede. In der Konkurrenz um Fach- und Führungskräfte sind das kulturelle Umfeld und das Lebensgefühl einer Stadt ganz entscheidende Faktoren. Mit dem neuen kulturellen Kleinod habe Chemnitz seine Position weiter verbessert. Neben der Innenstadt, dem Kaßberg, der Villa Esche, den Kunstsammlungen, dem Industriemuseum, der Oper, dem Tietz und vielen weiteren kulturellen und architektonischen Attraktionen habe Chemnitz mit dem Museum Gunzenhauser noch mehr an Anziehungskraft gewonnen und brauche die Konkurrenz mit anderen Städten auch auf diesem Feld nicht zu scheuen, so Ulrich Geissler. Abschließend gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass viele der Gäste des Industriestammtischs mit ihren Kunden und Partnern Gelegenheit fänden, das neue Museum zu besuchen.

Im Anschluss gab Thomas Friedrich, Kurator des Hauses, einen kurzen Abriss über den Aufbau und die Geschichte der Sammlung Gunzenhauser. Mit 2500 exzellenten Exponaten der klassischen Moderne von Otto Dix bis Karl Schmidt-Rottluff oder Andy Warhol in der Sammlung habe Chemnitz es geschafft national wie international ins Gespräch zu kommen. Auf drei Etagen werden in Zukunft in einer Dauerausstellung die wichtigsten und schönsten Exponate gezeigt. Im Erdgeschoß werde man in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die Gelegenheit nutzen, mit wechselnden Ausstellungen die umfangreiche Sammlung des Stifters Alfred Gunzenhauser zu präsentieren.
Das bereits gut gefüllte Gästebuch zeige, wie stolz die Chemnitzer Bürger auf ihr neues Museum seien und wie weit sein Ruf bereits gedrungen sei. Bundespräsident Horst Köhler hob in seiner Eröffnungsansprache hervor, dass Kunst nicht notwendig, sondern mehr als notwendig sei - die überwältigende Resonanz der Gäste auf das neue Museum sei ein deutlicher Beleg für diese Aussage.

Einer lieb gewonnenen Tradition des Industriestammtisches folgend, fasste Professor Lutze die Beiträge der Vorredner in humorvoller Reimform zusammen. Neben dem üblichen Get-Together bei Speisen und Getränken hatten die Gäste Gelegenheit, sich vom Kurator und seinen Mitarbeiterinnen durch die Sammlung führen zu lassen und faszinierende Eindrücke aus erster Hand zu sammeln.