Zweiter Industriestammtisch 2007 der CWE im Forsthaus Grüna
Nach dem Ausflug in das Arme Theater zu Beginn des Jahres fand auch der zweite Industriestammtisch der CWE in weniger industriellem Ambiente statt. Im Wintergarten des Hotels Forsthaus Grüna trafen sich auf Einlandung der Anchor Lamina GmbH und der CWE circa hundert Vertreter der lokalen Wirtschaft.
Nach einführenden Worten von CWE-Geschäftsführer Ulrich Geissler referierte Mario Döll, fachlicher Leiter des Arbeitgebermanagements der Agentur für Arbeit Chemnitz, über die aktuellen Möglichkeiten zur finanziellen Beteiligung der Agentur für Arbeit an der Weiterbildung von Beschäftigten in Betrieben. In Anbetracht des derzeitigen Wachstums und des drohenden Fachkräftemangels sei es ein probates Mittel, mit Maßnahmen der Personalentwicklung denkbare Lücken über die Weiterqualifizierung der eigenen Mitarbeiter zu schließen. Finanzielle Unterstützung gebe es dabei derzeit besonders für die Gruppe der Ungelernten und Helfer in den Unternehmen. Diese Mitarbeiter sollen durch Weiterbildung eine berufliche Qualifikation oder zumindest eine Teilqualifikation erhalten. Die Förderung durch die Agentur besteht unter anderem darin, die Lohnkosten für die Zeit der Qualifizierungsmaßnahme zu übernehmen. Für das Jahr 2007 stünden 1 Million Euro an Fördergeldern zu Verfügung. Ab 1. Mai solle weiterhin für alle Arbeitnehmer ab dem 45. Lebensjahr die Möglichkeit zur Förderung der Weiterbildung bestehen. Genaue Auskünfte erteile gerne die Agentur für Arbeit Chemnitz.
Anschließend bot Dipl.-Ing. Wolfgang Neubert einen lebendigen Überblick über die Geschichte der Anchor Lamina Gmbh seit der Wende. 1990/91 unter dem Namen „EOC Normalien-, Produktions- und Vertriebs-GmbH“ als Niederlassung der EOC gegründet, erfolgte 1992 der Neubau des Firmensitzes in Grüna mit mehr als 1000 Quadratmetern Fläche. 1994 übernahm die amerikanische Anchor Lamina Inc. die EOC-Gruppe. 1996/97 erweiterte sich die Produktionsfläche in Grüna nach einer Investition von 6,5 Millionen DM um weitere 2000 Quadratmeter - die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 30. Im Jahr 1999 erwarb das Unternehmen mit Unterstützung der CWE 18 000 Quadratmeter Gewerbegrundstück an der A 72 in Chemnitz. Mit einem Investitionsvolumen von 15 Millionen DM entstand hier eine weitere Halle mit 3000 Quadratmetern Produktionsfläche. Mit inzwischen 72 Mitarbeitern konnte die komplette Prozesskette vom Brennschneiden, Spannungsarmglühen, Planfräsen bis hin zur mechanischen Komplettbearbeitung für Stückgewichte bis 25 Tonnen angeboten werden. Nach dem Verkauf von Teilen der EOC-Gruppe bleibt das Chemnitzer Unternehmen als einziges der Gruppe in Deutschland erhalten und ist für das Geschäft in Europa zuständig. Anchor Lamina versteht sich, so Geschäftsführer Wolfgang Neubert, als Dienstleister. Innovative und maßgeschneiderte Lösungen werden in Projektarbeit und direkter Kooperation mit dem Kunden entwickelt und umgesetzt. Die Produktpalette enthält zum Beispiel Werkzeuge, Schweißkonstruktionen, Sonderplatten, Bandteilvorrichtungen, Pressentische und Stapelanlagen. Kunden von Anchor Lamina sind unter anderem Automobilhersteller wie BMW oder Audi sowie namhafte deutsche Druckmaschinenhersteller.
Als letzter Vortragender des Industriestammtisches schilderte Udo Pfeiffer von der Firma Getränke Pfeiffer GmbH kurz die wechselvolle Geschichte des Hotels Forsthaus Grüna seit seinem Neubau im Jahre 2000. Unter neuem Management sei das Haus inzwischen in ruhigeres Fahrwasser gelenkt worden. Das Konzept „Tagungshotel plus attraktive Gastronomie“ erweise sich als ausgesprochen tragfähig. (siehe Artikel im Newsletter)



